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Nach den ruhigen Tagen in Parana war wieder reisen angesagt. Nach Colon sind es zwar nur lächerliche 4 Stunden aber eigentlich wollten wir ja noch weiter nach El Palmar, was bedeutet noch eine Stunde im Bus noch Ubajay und dann ein Taxi zum Campingplatz. Als wir dann aber in Colon ankommen ist Karin zu fertig und will nicht eineinhalb Stunden auf den Bus warten und dann noch Action. Im Bus hat uns Nico gesagt, dass er auch campen geht und uns den Camping Norte empfohlen. Wir fahren gemeinsam hin, in zwei Taxis weil die hier mit Erdgas fahren und keinen Kofferraum haben. Beim Zeltaufbau fressen uns gleich einmal die Gelsen aber sonst ist alles gut und wir essen ein köstliches Packerlrisotto. Den Abend verbringen wir am Fluss und in unserem neuen Stammkaffee Juanes.

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Am nächsten Morgen wollen wir am Fluss frühstücken. Das wollen die Götter aber nicht so gerne, deshalb stellen wir erst fest, dass Ameisen in unseren Frühstücksflocken sind (essen wir trotzdem, man kann sie ja runterblasen) und dann geht uns noch das Gas aus. Das passiert leider nicht sofort sondern schleichend. Die Leistung des Brenners wird immer weniger und das Wasser wird einfach nicht heiß. Ohne Kaffee getrunken zu haben packen wir unsere Badesachen und machen uns auf den Weg zur Therme. Wer sich das jetzt wie Oberlaa neu vorstellt würde sehr enttäuscht sein. Es ist auch nicht so wie Oberlaa alt sondern eher eine Ansammlung von betonierten kleinen Becken mit unterschiedlich warmen Wasser. Davon sind auch nur 3 überdacht die zusammen vielleicht 70m2 haben. Also alles in allem eine sehr bescheidene Angelegenheit, aber das Wasser ist echt warm (außer in den Babybecken) und Flora ist begeistert, dass sie überall alleine rumrennen kann. Vor der Therma waren wir noch am Busbahnhof um uns Tickets nach El Palmar zu besorgen. Der Bus um 10:55 gibt uns genug Zeit um das Zelt zusammenzupacken.

Ich wache um 5:39 auf und es regnet. Ich denk darüber nach was noch draussen ist. Die Töpfe, Strohmatte, Badesachen und Handtücher sowie ein paar Windeln auf der Wäscheleine. Nicht so schlimm, aber ich zieh die Strohmatte rein damit das Wasser nicht ins Zelt rinnt. Ich kann schlecht wieder einschalfen und denke daran wie ich das in der Früh machen soll mit dem Zelt und so. Um 9 wacht Flora auf und findet das Geräusch am Zeltdach ganz lustig. Ich find es weniger lustig, dass auf den Seiten das Wasser unter dem Zelt reinrinnt. Wir ziehen uns irgendwie unsere Regensachen an packen Flo ins Buzzidil mit Cover und gehen los. Ich hab auf Karins Rat hin meine neuen Flipflops an, was wie eine gute Idee wirkt da man den Lacken nicht wirklich ausweichen kann.
Wir kommen erst mal nur bis zum Eingang und fragen sie ob sie uns ein Remis rufen können. Können sie aber nicht, sie haben kein Telefon. Im Jahr 2011 hat ein Unternehmen mit mehreren anwesenden Mitarbeitern das Umsätze zwischen 100 und 1000 Euro am Tag macht, kein Telefon. Aber gut. Wir gehen also die Strasse in richtung Zentrum vor. Aber wo gestern noch eine Strasse war ist heute ein Nebenarm des Rio Uruguay. Im Schlamm bleiben meine Flipflops immer picken und ich komm nicht nach. Ich lass sie dann einfach stehen, wieder einmal bestätigt in meiner Überzeugung das ich nicht für Flipflops gemacht bin. Wir sind nach 2 Cuadras waschelnaß und nichts hat offen. Karins Flipflops spritzen mit jedem der namensgebenden Bewegungen Schlamm auf ihren Hintern und sie schaut aus wie ein Downhill Mountainbiker. Das trägt sicher mit dazu bei das uns kein Auto mitnehmen will und Taxis gibt es leider keine. Endlich öffnet wer eine Türe und lässt uns rein. Wir wischen uns ein bisschen ab und setzen uns hin. Leider eröffnet uns der freundliche Kellner bald, dass wir nichts zu frühstücken bekommen weil das Lokal erst um 12 Uhr wirklich aufmacht und er nichtmal den Schlüssel zur Kaffeemaschine hat.
Das ist aber nur halb so schlimm wie die Auskunft, dass es mindestens einen Tag so regnen wird. Das heißt einmal wir fahren nicht nach El Palmar heute.
Als der Regen ein bisschen nachlässt gehen wir einen Block weiter zu einem Lokal mit Frühstück. Dort kann man auch schlafen und nach ein wenig hin und her entscheiden wir uns das Zimmer zu nehmen. Nur für eine Nacht, weil dann Ostern anfängt und alles ausgebucht ist. Wir warten mal eine Zeitlang aber sie finden den Schlüssel nicht.
Ich mach mich dann auf den Weg unser Zelt abzubauen. Ich komm an meinen Flipflops vorbei und probier sie nochmal an. Es geht aber doch. ??? Das geht erstaunlich gut. Schlimm war nur, dass die Töpfe draussen waren und die Sachen auf der Wäscheleine. Danke Roman von gestern, dass du nicht 2 Minuten aufstehen hast können und den Dreck reingeräumt hast. Die Rucksäcke sind auch ziemlich naß aber dank Stuffsacks, ist das Gewand alles trocken. Ich bau dann das Innenzelt zuerst ab und pack es in den Beutel und das Außenzelt lege ich samt Gestänge auf einen Tisch und kann so vermeiden das es im Schlamm liegt. Nachdem ich das alles so clever gemacht habe, ist das Zelt und alle Sachen trotzdem dreckiger als jemals zuvor.
Nachdem es ja keine Taxis gibt mach ich mich zu Fuss auf den Rückweg. Bis dahin war ich nicht komplett nass, auch weil ich viel im Zelt erledigen konnte. Nachdem ich den nassen Rucksack festzurre drückt es mir aber das ganze Wasser durch die Hose. An dieser Stelle möchte ich jedem davon abraten eine ernsthafte Reise mit einer Softshelljacke oder Hose zu machen. In Wien ist das absolut super weil man nicht soviel schwitzt und meistens eh nur kurz im Regen ist. Auch bei einem Ausflug oder einer Tageswanderung ist meine Jacke zumindest super. Ich bin erst einmal wirklich nass darunter geworden und das war auch bei Patagonischem Starkregen. Aber die Hose lasst irgendwann alles durch und die Jacke bekommt in etwa 7 Kilo weil sie so vollgesogen ist, auch wenn man darunter erstaunlich trocken bleibt. Für die Shellindustrie war das aber die beste Idee weil man jetzt eigentlich am besten eine Softshell und eine Hardshell braucht. Wenn ich wählen müsste Nur, wo trocknet man den Scheiß?In unserem Fall war die Antwort darauf, in dem riesigen Zimmer mit Galerie das wir bekommen haben weil sie den Schlüssel zum Zweitbettzimmer einfach nicht finden konnten.
Die Heizung heizt dort nur oben und wir hatten es unten angenehm während oben alles inklusive dem Zelt trocknen konnte. Wir haben dann den Tag einfach dort verbracht und ich bin in der kurzen Hose mit Fleece herumgelaufen weil alles andere naß war.

Am nächsten Tag haben wir mal ausgecheckt und sind ins Juanes gegangen. Dort haben wir mit zwei Iren aus Amerika reredet und sind durch den Wetterbericht zu dem Schluß gekommen, dass wir nicht nach Palmar fahren werden um dort zu campen. Das war am Donnerstag als der ganze Osterscheiß so richtig begonnen hat. Wir waren noch nicht wirklich gestresst aber Karin hat schön langsam angefangen. Als ich mit Flora rausgegangen bin damit sie ihren Mittagsschlaf machen kann habe ich einen Mann gesehen der gerade in sein Haus ein 'zu vermieten' Schild gesteckt hat. Ich hab ihn gefragt was es so kostet und wir haben uns geeinigt das er mir noch Apartements zeigt. Das war dann echt ok und nur sehr teuer, was aber in anbetracht der Zeit klar war.
Am Abend waren wir dann im Zentrum, Flora ist Karusell gefahren und hat geschaut wie ein Alien in ihrem UFO. Zu unserem Glück fanden wir das beste Gemüsegeschäft der Reise und konnten uns ein super Essen kochen.

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Den Freitag verbrachten wir wieder in der Therme und ein heftiger Nachmittagsregen hat uns darin bestätigt besser in Colon zu bleiben.

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(Google Translate)
Por último descanso. Gracias Cesar que nos han acogido tancalurosamente! Nos lo pasamos muy bien!

En la primera noche en Paraná, donde César fue el canto coral yLilly más debido a que su viaje previsto a Suecia en el verano.Después de las empanadas y pizza se come, la guitarra se ha desempaquetado y cantó. César y Lilly no sólo canta en el coro,que también tienen un quinteto. Dieron algunos de los mejores números. César dijo que a veces lo hacen, y donde la canción es y lo que tiene ritmo, etc Especialmente para nosotros se jugó también el tango. Fue una noche muy buena! Todos cantaban luego dijo Lilly: ¿Así que ahora. Y a pesar de que estábamos malcueva, cantamos una canción de Viena.
Cuando la mayoría de la gente ya se había ido coro, Delfi César hija comenzó un par de cosas para jugar en la que podía cantartambién. Se trataba de una novela que también atacó a la guitarray tocó, después de todo, incluso cantó abuelo ... Bueno, lo intentamos. Totalmente agotado, me di por vencido cuatroprimeros reloj w.o. y se fue a la cama. Mi hija no tuvo misericordiay el reloj me despertó a las 8 de la mañana del rebote.

Ni siquiera puedo decir exactamente lo que hicimos. Acabamos de pasar tiempo con César, Lilly, y sus hijos Marco y Frderico.Ellos nos mostraron la ciudad, César hizo un asado para nosotrosy tenía la primera vez desde el inicio del viaje nos encargamos detodo. Gracias Cesar!
¡Oh, Flora ha perdido su miedo al agua y beber ahora Mate!

Endlich Pause. Danke Cesar dass du uns so herzlich aufgenommen hast! Wir hatten eine wirklich schöne Zeit!

Am ersten Abend in Parana, kam der Chor in dem Cesar und Lilly singen vorbei, weil sie ihre Reise nach Schweden im Sommer planten. Nachdem Empanadas und Pizza gegessen waren, wurde die Gitarre ausgepackt und es wurde gesungen. Cesar und Lilly singen nicht nur im CHor, sie haben auch ein Quintett. Sie gaben einige Nummern zum besten. Cesar erklärte manchmal etwas dazu und woher das Lied kommt und welchen Rythmus es hat usw. Extra für uns wurde auch Tango gespielt. Es war ein wirklich schöner Abend! Alle sangen und dann sagte Lilly: So jetzt ihr. Und obwohl wir grottenschlecht waren, sangen wir ein Wienerlied.
Als die meisten Chorleute schon gegangen waren, fing Cesars Tochter Delfi an noch ein paar Sachen zu spielen wo wir auch mitsingen konnten. Es kam soweit, dass Roman auch zur Gitarre griff und spielte, schließlich sangen wir sogar Großvater... Na ja, wir versuchten es. Vollkommen erschöpft gab ich um 4 Uhr früh w.o. und ging ins Bett. Meine Tochter hatte kein erbarmen und weckte mich um 8 Uhr morgens quietschvergnügt auf.

Ich kann gar nicht mehr genau sagen was wir gemacht haben. Wir haben einfach Zeit mit Cesar, Lilly und ihren Söhnen Marco und Frderico verbracht. Sie zeigten uns die Stadt, Cesar machte ein Asado für uns und das erste mal seit Beginn der Reise mussten wir uns um nichts kümmern. Danke Cesar!
Ach ja, Flora hat die Nagst vor dem Wasser verloren und trinkt jetzt Mate.

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Wir haben uns schon sehr darauf gefreut bei Cesar und Liliane eine Pause vom Reisen machen zu können. Nachdem wir beide schon ein bisserl heimweh haben, sehnten wir uns nach einem zuhause, auch wenn es nicht unseres ist. Cesar hatte es ja sehr deutlich gemacht, das wir unbedingt am weg nach Iguazu vorbeischauen sollten. Also verließen wir Neuquen am 13. in Richtung Buenos Aires. Da die Fahrt mit etwa 14 Stunden die bisher längste (am Stück) war und wir wussten es gibt Plätze, leisteten wir uns erste Klasse. Das bedeutet, man kann die Sitze ganz umlegen und die Beine ganz waagrecht hinlegen. Man kann sich also wirklich ausstrecken. Der Bus fuhr um 21 Uhr los und schon um 22.30 gab es Essen. Danach fing der Abendfilm an und schon um 1 Uhr durfte geschlafen werden. Wir hatten uns auch gefreut wieder nach BA zu kommen. Wir hatten die kleinen Städte ein wenig satt und freuten uns schon, wiede rin einer richtigen Stadt zu sein. Dort angekommen, bekamen wir auch gleich wieder die Großstadt zu spüren, denn für einen Tag Gepäck lagern verlangen die hier gleich wieder mal 10 Euro. Weil wir nicht wieder herumirren wollten und ein Lokal suchen wollten, genossen wir einfach mal den Vorteil einer grßen Satdt und sagen hiermit: Danke Mc Donalds dass es dich gibt.Wir wollten uns den alten Hafen anschauen. Dort ist BA's teuerste Wohngegend. Ich fand es nicht so berauschend. Flo fand Kinder zum spielen, die aber immer von ihren Eltern weggeholt wurden. Blöd. Also entschieden wir uns das Vogelschutzgebiet von BA zu besuchen. Nachdem wir eine Petition unterschrieben, damit auch das andere Tor geöffnet wird, welches nur gecshlossen ist, weil keine Polizeikontrolle davorsteht, spazierten wir der Promeda am Rande des Vogelschutzgebiets entlang, vorbei an unzähligen Parilla-Ständen zum geöffneten Eingang. Nachdem die Wege doch recht weit schienen erkundigten wir uns sicherheitshalber wann die Tore geschlossen werden und siehe da, wir hatten noch genau 30 Minuten Zeit. Hm. Also mit FLo waren das dann so 50 Meter... Aber es war ganz nett... Flo fands lustig. Nach einer der schlechtesten Pizzas der Welt, spazierten wir wieder in Richtung Busbahnhof, weil wir ja unser Gepäck holen mussten, denn auch wenn das Aufpassen unfassbar teuer ist, heißt das nicht, das man das Gepäck auch tatsächlich dann holen kann wenn der Bus fährt. Nein. Das ist das einzige Buisness in BA, das um 21 Uhr zumacht. Aber unser Bus ging ja schon um 23.45. Immerhin wussten wir wo wir am nächsten Tag schlafen können.

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Am letzten Tag in Neuquen, rafften wir uns noch ein letztes MAl auf und machtne uns auf den Weg in ein letztes Dino-Museum, 2 Stunden von der Stadt entfernt. Dort steht ein Model des Argentinosaurus. Das ist der größte bisher gefundene Dinosaurier der Welt. Und ich muss sagen, er ist riiiiieeeesig. Aber seht selbst.

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Nachdem wir für die letzte Nacht in Villa de Angostura ja ein Zimmer hatten blieb uns wenigstens erspart, das Zelt am Morgen naß zusammenzupacken. Außerdem konnten wir sicher eineinhalb Stunden länger schlafen, weil wir das Gepäck schon am Vortag großteils zusammengepackt hatten.
Unser bestelltes Taxi kam auch prompt und lieferte uns um 7:20 am Busbahnhof ab. Der Bus ging erst um 7:45 aber man weiß ja nie, vor allem in Argentinien.

Wir hatten Pech und es gab wieder mal den echt argentinischen Klassiker des geschlossenen Busbahnhofs, beziehungsweise alles außer dem Fahrkartenschalter hatte geschlossen. Daher wieder kein Morgenkaffee und mit Klogehen auch nix. Der Busfahrer kam dann so um 7:46 daher sichtlich gewärmt von den großen Mengen Mate die er gerade getrunken hat und ermöglichte uns armen verfrorenen Seelen endlich in den Bus, der uns zuvor mit laufendem Motor eine halbe Stunden verhöhnt hatte, einzusteigen. In Anbetracht der doch recht geringen Außentemperaturen hätte man annehmen können, dass der Motor an war um die Heizung schon warmlaufen zu lassen, man hätte sich aber geirrt. Ich und Flo sind aber sowie so bald wieder eingeschlafen und kurz vor beziehungsweise in Bariloche wieder aufgewacht. Dort haben wir in unserem Stammbusbahnhofscafe ein Dutzend Medialunas zum verdienten Kaffee verspeist und auf den Bus nach Neuquen gewartet.

Zum ersten Mal sind wir bei Tag Cama gefahren. Das heißt Bett, was wiederrum bedeutet, dass man sich ein bischen weiter zurücklehnen kann und dass nur drei Sitze pro Reihe stehen. Die Reise war sehr angenehm auch wenn Flo am Ende schon nichtmehr so gerne wollte. Als wir in Neuquen ausgestiegen sind und unser Gepäck abstellen, stelle ich entsetzt fest, dass ich Floras Topf vergessen habe. Karin und ich sind noch beide rausgegangen um zu sehen, ob der Bus noch da war, aber leider ist er schon weitergefahren. Karin war supergrantig, wir hatten kein Quartier und die Dinosaurier waren auch alle nicht in der Stadt sondern eine Buskilometer in irgendwelchen Dörfern. Wir haben dann ein Hostal im Internet gefunden, dass gleich beim Busterminal war und haben uns dort einquartiert. Das Hostal Portal de Suenos ist durchaus praktisch, hat eine akzeptable Küche und ein gemeinsames Bad sowie ein separates Klo. Das ist an sich schon spektakulär, da in Argentinien Dusche und Klo immer in einem sind, was bei geteilten Badezimmern echt scheiße ist. Erstens ist der Boden des Klos immer naß was ich besonders hasse und zweitens kann es schonmal seien, das zwei Leute gleichzeitig duschen und dann kann keiner mehr Lulu machen weil mehr wie zwei Bäder gibt es unabhängig der Betten- oder Zimmeranzahl niemals.Nachteilig ist, das der Boden seit Eröffnung noch nicht geputzt worden ist. Nachdem Neuquen ein unfaßbar staubiger Ort ist, stimmt das vielleicht nicht ganz aber öfter als zur Saisoneröffnung sicher nicht.

Wir sind einkaufen gegangen und haben wirklich einen Topf für FLo gefunden. Zuerst wollten wir ein Tupperware mißbrauchen aber die Babyabteilung hat diesmal was hergegeben. Normalerweise gibt es in Argentinien diese riesigen Teile die man aufs Klo stellt, meistens mit Lautsprechern von denen ich annehme dass sie spanische "Canciones del Pipi" spielen.

Am Abend haben wir dann Flavia aus Brasilien kennengelernt. Sie war ganz in Flora vernarrt war. Sie hat uns dann gefragt was wir hier machen und wir haben ihr erzählt, dass wir gerne zu den verschiedenen Dinosaurierausgrabungen hier wollen. Da sagt sie dannn, dass sie im Proyecto Dino arbeitet. Aus dem Lonley Planet weiß ich, dass man für viel Geld dort einen Tag an der Ausgrabung mitmachen kann, hab aber gedacht, dass das mit Flora sicher nicht möglich sein wird.
Ich frag sie aber trotzdem gleich mal und sie sagt sicher, sie ruft einmal an. Der Preis war dann mit 350 USD für uns beide schon happig aber das habe ich ja eh gewusst. Es ist ja ein Beitrag zur Forschung, die Ausgrabung wird seit ein paar Jahren so finanziert.

Nachdem es dort keinen öffentlichen Transport gibt nimmt uns Flavia am nächsten Morgen mit einem Auto mit dass sie sich ausgeborgt hat. Als wir ankommen finden wir eine wirklich hübsche Oase in der roten Staubwüste vor. Die 5 Forscher die hier permanent leben haben sich ihre Containersiedlung ein bisschen begrünt und sogar zwei Hunde leben im Moment dort. Nachdem wir gleich zu Maté eingeladen worden sind begehen wir das Freiluftmuseum mit Flavia. Sie erklärt uns allerlei über Fossilisation und Steine und Flora ist voll begeistert. Sowohl das Pferdeskelett als auch die überall herumliegenden Steine haben es ihr angetan. Der Fortschritt ist ein bisschen langsam weil Flo immer wieder Steine aufheben muss. In einer Art kleinem Hangar sind die Schmuckstücke der Ausgrabung zu sehen, unter anderem das 80% erhaltene Skelett einer Art Diplodokus der über 25 Tonnen gehabt haben soll.

Das Mittagessen mit den Paläontologen war wunderbar denn ese kocht Flavio, der zu unserem GlückItaliener ist. Italiener, aus Rom. Es hat so eine Art Tortellini mit Bolognese oder Zucchinesauce gegeben, dazu Salat und selbst gebackenes Ciabatta. Es gab sogar Nachtisch mit argentinischer Note, Crema de Dulce de Leche. Im Gegensatz zu typisch argentinischen Nachspeisen war die aber wirklich gut, nicht nur ur süß. Ahja und Espresso aus einer kleinen Bialetti. Dieser kulinarische Ausflug in die alte Welt war das Geld schon fast alleine wert.

Als wir wieder zur Grabung kommen erklärte uns Flavia dass man zuerst immer den Boden absuchen muss und findet gleich mal einen Zahn. Wahrscheinlich vorher platziert um uns ein erstes Erfolgserlebnis zu geben denn beim Graben ist es dann nicht so leicht. Wir fanden zwar ein paar Knochensplitter aber ein neuer Saurier geht sich leider nicht aus. Wir haben ein bisschen Glück gehabt und Flo lässt sich nachdem sie eingschlafen ist auf einen der Schaumstoffpolster legen die man zum Graben verwendet. So konnten wir beide eine halbe Stunden gleichzeitig was machen.
Als sie wieder aufgewacht ist, "hilft" sie Karin bei der Ausgrabung. Irgendwann wollte Karin dann wieder alleine was machen und ich bin mit Flora zum See runter gegangen. Fünf Minuten später ruft mich Karin schon wieder weil es fünf ist und wir aufbrechen. Karin war dann ziemlich grantig weil sie nicht so gut alleine Arbeiten hat können und wir nicht auf die Uhr geschaut haben. Außerdem haben die Paläontologen dann noch Mate getrunken, was uns natürlich komplett sinnlos erschienen ist, aber so ist das mit den Argentiniern.

Joan aus Hongkong wäre auch gern zum Proyecto Dino gefahren aber ihr war es dann doch zu teuer. Wir haben uns aber mit ihr ausgemacht am nächsten Tag nach Villa El Chocon zu fahren und die Dinosaurierfußstapfen anzusehen. Um 8:30 nehmen wir den Bus und sind Stunden später auch dort. Praktischerweise ist die Bushaltestelle gleich neben dem Museum und wir gehen mal rein. Der Eintritt ist erfreulich billig und die Saurier in der Ausstellung wirklich großartig. Einerseits haben sie fast das ganze Originalskelett des Gigantosaurus Carolinii, der der größte je lebende Fleischfresser war (take that T-Rex) als auch einige wirklich schöne Nachbildungen der in Argentiniern gefundenen Saurier.

Weil die Fußstapfen ein Stück weit weg sind, haben wir sie gefragt ob sie uns nach dem Museumsbesuch ein Taxi rufen können. Weil das aber ein Provinznest ist und dort alle spanisch reden wie wenn sie besoffen sind und einen Socken im Mund haben geht das schief und das Taxi ist sofort da. Nachdem man uns versichtert hat, dass wir wieder ins Museum können, sind wir zum Taxi rausgegangen. Ich habe dann versucht zu erörtern wo wir genau hinfahren können. Leider war es unmöglich irgendwas komplett zu verstehen. Extrem frustriert einigen wir uns darauf zum Museu del Sitio zu fahren, dass bei Joan im Reiseführer eingezeichnet ist.
An einer Kreuzung drehte sich der Fahrer dann um und fragte mich ob ich Spanisch verstehe. Leicht verwundert sagte ich ja, ich hatte immerhin gerade 3 Minuten versucht von ihm zu erfahren wo wir hinfahren könnten. Vielleicht hat er gedacht es gibt Schulen wo man nur reden lernt aber nicht verstehen, was ja bedingt sogar stimmt. Hier schafft er aber in zwei deutlichen Sätzen zu erklären, dass es einen Fußweg gibt der in eine Richtung 4 Kilometer ist und das ist uns wiederrum zu weit. Am Weg sah ich dann ein Schild "Huellas de Dinosaurios" und mir ging ein Licht auf. Es gibt in der Gegend auch viele Knochenfunde und Eier, auf spanisch Respektive "Huesos y Huevos de Dinosaurios". Von einem schnauzbärtigen Provinztaxler in Argentinien ausgesprochen ist das alles mehr oder weniger das selbe. Nachdem ich im allgemeinen sehr ausgelastet bin zu erkennen wo neue Worte beginnen und alte aufhören habe ich auf die Mitte nicht so genau geachtet.Aiueschasaschar heißt zum Beispiel, dort gibt es Fußabdrücke.

Wir wurden dann zum Glück genau dort hingeführt wo wir hinwollten auch wenn ich es mir spektakulärer vorgestellt hätte. Mit kaputtem Stacheldraht sind einige der besterhaltenen Abdrücke eingezäunt und man kann auf Eisenstegen über ihnen gehen und auf sie hinunterblicken. Schön ist, dass man gut sehen kann, dass größere und kleinere Saurier nebeneinander her gegangen sind, oder wie unser Remisero uns erklärt hat, Mama, Papa und Bebe. Neben dem Käfig gibt es auch freiliegende Stapfen. Der See legt bei Hochwasser nach der Schneeschmelze immer wieder welche frei und zerstört im Gegenzug dazu alte wieder. Deswegen haben die Argentinier auch nicht so das Gefühl das sie darauf aufpassen müssen und machen auch schon mal ein Lagerfeuer in den Abdrücken.
Unser Fahrer wollte, dass wir wieder ins Auto einsteigen und ich erklärte ihm dass er bitte ganz langsaaaaam und mittt deutttlichen Pausen sprechen mussss. Das fand er sehr lustig aber er machte es dann und ich konnte ihn endlich besser verstehen. Leider hat er uns zu diesem Zeitpunkt dann was über die angeblich in den Bergen gelandeten Aliens erzählt, den toten Schafen und Kühe ohne Zunge und den verschwunden Menschen. Nachdem er so die letzten Provinzklischees bestätigt hatte, lässt er uns bei einem weiteren Käfig raus wo wir aber gar nicht hingehen brauchen, die bessern Spuren sind im Freien. Wir haben die Spuren dann einige Zeit verfolgt und sind mit ihm dann wieder in die Stadt zurückgefahren.

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Nachdem wir in Esquel das Quartierdesaster hatten, entschieden wir uns sobald es warm genug ist wieder zu campen. Als wir in Bariloche ankamen waren wir positiv überrascht. Es war warm. Juhu, dacht ich, kein Hostal suchen. Nach einer weiteren kurzen Fahrt nach Villa la Angustura, gingen Flo und ich zur Tourist Info und wollten wissen wie wir zu dem schönen Campingplatz kommen, den uns der Lonley Planet so empfiehlt. Nun, der hat schon zu. Gut, es gibt noch andere. Wir steigen also in ein Taxi, fahren dort hin, kommen an auf einem ganz leeren Campingplatz. Wir stellen unser Zelt auf einen vermeintlich sonnigen Platz und freuen uns über die schöne Aussicht, die frische Luft und die Plastik Nachzieh-Ente, die sich Flora von den Enkerln des Besitzers ausborgen durfte. Roman ist überzeugt ohne Schlafsack zu schlafen, da wir Flos Schlafsack in Chalten gelassen haben, nachdem wir ihn nicht verwendet haben. Die Idee war, Flo und ich schlafen in unseren Schlafsäcken und Roman zieht alles an was er hat und schläft ohne. Ich muss sagen, ich hielt das für eine blöde Idee. Die Nacht war sehr anstrengend Flo war sehr unruhig und Roman fror. Um 5 Uhr gab er schließlich auf und kroch zu uns in den warmen Schlafsack. So versuchten wir noch 2-3 Stunden zu schlafen, bis uns die Sonne dann wärmen würde. Nun die Sonne geht hier sehr spät auf und wir befanden uns in einem Tal und unser Zelt stand auf einem Nordhang... Es wurde noch lange nicht warm...Um 8 wachte FLo auf, und wir marschierten in die Stadt. Roman hatte Halsweh und fühlte sich nicht so gut. Also bestand unser Tag nur aus einkaufen gehen und Kaffee trinken. Am Nachmittag wollten wir uns einen Wasserfall ansehen fahren, der auf der Karte der T-Info ganz nahe an der Stadt ist, doch der Besitzer des Campingplatzes klärte uns auf, dass es doch ziemlich weit ist und mit dem Taxi doch wohl sehr teuer. Der Alternativplan mit einer Gondel zu einem Aussichtsplatz zu fahren, wurde durch die Renovierungsarbeiten an der Seilbahn durchkreuzt. Als wir frustriert, wieder so einen Tag in so einer Stadt zu verbringen durch die Straßen gingen, fiel uns ein Reisebüro ins Auge. Wir buchten kurzerhand einen Flug von Iguazu nach Buenos Aires. Wir müssen also am 1.Mai hin...
Am Abend weint FLo ganz fürchterlich. Jetzt ist mir alle klar. Es kommen wieder Zähne. Wir nehmen das Angebot des Campingplatzbesitzers an und ziehen in eine Hütte um.

Am Tag darauf raffen wir uns wieder auf und starten einen neuen Versuch etwas zu unternehemen. Es gibt hier einen Nationalpark, da gibt es einen 12km langen Wanderweg auf einer Halbinsel. Das wollen wir machen. Wir nehmen Vormittags ein Schiff hin, dann gehen wir zurück. Nachdem in Esquel alles so gut funktioniert ht war ich guter Dinge, dass es heute auch wieder gut gehen würde. Die Bootsfahrt war unendlich langweilig. Das Schiff fuhr so langsam, ich dachte wir wir kommen nie an. Dann kamen wir endlich an und wieder mal: ein Steg. Diese Argentinier und ihre Besucherstege... Na ja. Die Dame am Boot meinte wir sollen den Steg umbedingt gehen, weil nur dort sehen wir die Bäume weswegen wir hier sind. Na gut, also gehen wir halt den Weg. Dann holen wir uns noch einen Kaffee (wie immer hier im Styroporbecher) und dann stapfen wir nach einem Tratsch mit einem Deutschen Paar das in den USA lebt, los.
Ein wirklich schöner Wald. Flo findet es auch sehr spannend hier und will die ganze Zeit selber gehen. Leider haben wir wieder vergessen, wie langsam wir vorankommen. 12km am Tag mit Flo sind gar kein Problem, wenn man in der Früh los geht... Wir sind aber erst um 14 Uhr los... Ich hab dann wieder Stress gekriegt, weil es um 19 Uhr finster wird und sobald die Sonne weg ist, wird es hier wirklich kalt, wie wir ja schon am eigenen Leib erfahren haben. Wir dachten immer wenn Flo dann schläft, dann werden wir eben schnell gehen. Hm... Flo schlief aber nicht... Im endeffekt, haben wir uns natürlich um sonst gestresst. Unsere Tochter war wie immer superklasse! Sie wollte zwar wirklich oft selber gehen, aber sie ließ sich dann auch immer wieder in die Trage setzten und unterhalten. Roman hat ihr auch eine Karotte gebastelt, die sie nicht verlieren kann. Er hat ein Loch gebohrt und sie an einer Zahnseide aufgehängt. Das half.Die Naturparks hier faszinieren mich. Jeder Wald hat eine andere Stille. In Uhuaia war das Nichts. In Calafate hörte man das Knirschen des Gletschers und das Donnern wenn ein großes Stück Eis ins Wasser kracht. In Esquel hörte man Wasser. Und hier summt der Wald.
Nachdem wir endlich das Ende erreicht haben, dass noch mit einem Mirador und dazugehörigen hundert Höhenmetern gewürzt war wollten wir unbedingt was trinken, uns ist nämlich das Wasser ausgegangen. Leider waren alle Klos am Eingang gesperrt aber das ist ja nichts wirklich neues.Alternativ hatte Karin beschlossen ihre Zehen ins Wasser zu halten. Nachdem die Duschen zwar warm aber unbeheizt waren hatte ich mir gedacht ich kann gleich hier reinspringen. Gesagt, getan und es war garnicht so schlimm kalt. Am Strand war noch eine Gruppe Argentinier mit einem kleinen Hund, die Flora garnicht beachteten als sie gekommen ist um ihn anzusehen. Da hab ich gleich Heimweh bekommen.

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Wir sind endlich weg aus Chalten! Nach zwei Nachtfahrten und einem Tag in Comodore Rivadavia, sind wir in Esquel. Im Hostal angekommen, waren ich sehr froh duschen zu können. Dann legten Flo und ich uns nochmal hin. Roman tat das auch und ich begann mich von der Anstrengung der letzten beide Nächte im Bus zu erholen. Plötzlich hörte ich Roman hecktisch im Bett herumfuchteln. Da sagte er auch schon:"Du die haben Läuse" Flo war gerade eingeschlafen und ich wollte sie nicht wecken. Ums Kurz zu machen, es endete damit, dass der Besitzer die Polizei rief, nachdem wir uns weigerten irgendetwas zu bezahlen. Die meinte, es sei legetim etwas dafür zu verlangen, dass Flo und ich duschen waren... Na ja, wir waren ordentlich gefrustete und ROman war auf 180... Wir sind dann gleich ums Eck in ein anderes Hotel gegangen, das war zwar teurer, aber es hatte keine tiere im Bett. Mir war zum heulen zu mute... Ich glaub Roman auch ein bisserl. Wir waren total erschöpft von den Busfahrten und dann das. Als wir dann am Nachmittag spazieren gingen und schlechte Sandwiches aßn hatten wir beide ein bisserl heimweh und gemtlich genug. Ein bisschen versöhnt mich mit dieser wiedermal nicht sehr schönen Stadt der Spielplatz im Park. Der ist zwar wie immer sehr unkreativ, aber es funktioniert wenigstens alles. Am Nachmittag wollen wir eine Nootsfahrt für den nächsten Tag buchen, denn nur dann kann man die alten Bäume sehen, wegen der wir gekommen sind. Leider ausverkauft für den nächsten Tag. Das nächste Boot fährt erst übermorgen.Wir sind dann trotzdem am nächsten Tag in den Nationalpark gefahren. Zum grünen See (Laguna Verde). Dort haben wir uns am Anfang eines Weges absetzen lassen und stapften los. Ich hatte ja ein bisschen bammel vor diesem Tag. Wir würden viel gehen und ich hatte noch unseren letzten Ausflug in Chalten im Hinterkopf. Aber, es kommt ja immer anders als man denkt! Ich bin so glücklich gewesen! Es war ein wunderschöner Tag! Flo war die ganze Zeit so fröhlich! Sie hat die Trage voll akzeptiert. Roman war der Trageheld und hat sie den ganzen Tag getragen. Nur wenn sie selber gehen wollte, wir gegessen oder gespielt haben war sie draußen. Sonst saß sie schlafend oder fröhlich brabelnd in der Trage und genoss die Ausssicht. Ich war so erleichtert. Der Nationalpark selber ist sehr schön, aber man kann die großen Bäume, weswegen man hierherkommt eben nur sehen, wenn man das Boot nimmt. Roman war so euphorisch am Ende unseres Wandertages, dass er noch schnell in den Fluss sprang um sich abzukühlen. Brzzt. Der Tag hat mich mit der Trage und dem Wandern mit Flo versöhnt. Ein paar Schreckminuten erlebten wir noch, als der Bus, der eigentlich um 18.45 fahren sollte nicht und nicht kam und auch alle anderen die mit uns hergefahren waren, die wir in der Nähe des Abfahrtortes noch gesehen hatten weg waren. Ich hatte schon einen Plan, was ich ihnen alles für Namen geben wollte, da kam der Bus mit 20 Minuten Verspätung doch noch.

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Also man muss schon sagen, es ist sehr schön hier. Leider ist das Wetter es nicht. Als wir ankamen war es chon ein bischen diesig und es wurde nicht besser. An Flos Geburtstag wollten wir einen Ausflug zu einem nahen Wasserfall machen. Etwa 5 Minuten vorm Ziel mussten wir umdrehenweil es so geregnet hat. Auch als wir wieder ins Dorf kamen, besserte sich das Wetter nicht und Flo musste ihren ersten Geburtstag drinnen verbringen. Edie und Paul zwei Gringos aus Chicago die wir im Bus kennengelernt hatten und die wir (wiedermal) im selben Quartier untergebracht haben, schenkten Flo einen Apfelsaft und ein Alfafjor zum Geburtstag Roman besorgte Torte(nstücke) und die Besitzerin des B&B schenkte uns eine Kerze. Als der 3jährige Bub der Besitzerin dann um 18 Uhr von seiner Siesta erwachte, konnten wir dann auch endlich singen. Flo war einigermaßen erstaunt und etwas verstört. beim Tortenessen, ging es dann wieder. Leider tauen Joaquin und Flo nicht so richtig auf. Also wieder kein Spielgefährte... Wir verbrachten also Flos Geburtstag mit Edie und Paul. Zum Abendessen gingen wir in das selbe Restaurant wie am Vortag. Dort aßen wir wieder ein Steak und einen Lammeintopf. Köstlich!

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Am nächsten Morgen war noch schlechteres Wetter als am Vortag angesagt. Doch weil die Sonne immer wieder durch die Wolken durchkam, dachten wir uns wir riskieren es einfach und machten uns mit Chicago nochmal auf den Weg zu dem Wasserfall. Flo schlief sofort als wir weg wollten am Busen ein. Als Roman sie mir dann auf den Rücken drehte, war es auch angenehmer für mich zu gehen und ich konnte sogar ein wenig die Natur genießen. Flo wird echt schwer. Vor allem mit all den Sachen die wir hier wieder anhaben müssen und nach der Tragepause die ich einlegen musste wegen meiner Rückenschmerzen, spür ich jetzt schon wieder ganz schön meine Arme wenn ich sie so im Arm trage oder eben den Rücken wenn ich sie so vorne im Buzzidil hab. Nach etwa einer Stunde Spaziergang kamen wir dann beim Wasserfall an. Wirklich , wirklich schön. Hat sich ausgezahlt dacht ich als es zu schneien anfing. Ja wirklich. Zu schneien. Na ja, kalt war uns nicht. Wir hatten ja alle, alles an was wir mithaben, weil der Wind hier wirklich ungemein gemein ist. Flo wachte auf und g'schaftelte ein bisserl herum. Dann wurde uns allen zu kalt und wir marschierten wieder los. In Flo Tempo, weil sie wollte selber gehen. Nach einer Weile wollte sie dann nicht mehr und ich nahm sie wieder ins Buzzidil. Aber irgendwie hat ihr das nicht so gedaugt und sie musste immer ein bisserl raunzen, bis ich sie dann rausnahm weil ich herausfinden wollte was los ist. Das hätt ich lieber lassen sollen. Im nachhineien gesehen glaub ich dass es ihr einfach zu kalt und windig war und sie ihrem Ärger Luft gemacht hat. Jedenfalls weinte und schhrie sie die letzte viertel Stunde des Weges ganz bitterlich, so das Roman mit ihr vorauslief um einen warmen Ort zu finden. Den hat er (wo sonst in diesem Ort) in einem Outdoorgeschäft gefunden. Dannach gingen wir wieder in das Restaurant. Diesmal aßen wir Kürbissuppe und Linseneintopf. Wieder: Köstlich!

Roman war dann doch endlich Eisklettern, nachdem es verschoben wurde. weil so schlechtes Wetter angesagt war. Flo und ich verbrachten den Tag im B&B bis wir wirklich raus mussten. Mit dem Sohn der B&B Besitzer wurde Flo ja nicht warm, also mussten wir auf die Suche nach anderen Kindern gehen. Es war zwar besseres Wetter als am Vortag aber immer noch saukalt. Wir haben dann tatsächlich den (!) Spielplatz von Chalten gefunden. Dürftig. Und natürlich keine Kinder, weil ein Wochentag war (oder der Spielplatz so öd ist?) Jedenfalls gibts da ein wirklich hohes Klettergerüst mit Rutschen und so, und einer Hängebrücke. Das hat Flo voll gefallen. Sie ist auch ganz allein über die Hängebrücke gegangen, was mich sehr beeindruckt hat. Das war auch schon der Höhepunkt unseres Tages. Da Roman Kamera und Handy mithatte, weil er Angst hatte das ihm wieder der Akku ausgeht, konnt ich nicht mal Fotos machen von diesem unspektakulären und brzt kalten Tag. Die Geschichte wie wir den Bus verpasst haben und dann einen Flug buchen wollten, das auch nicht funktioniert hat und wir nicht und nicht aus Calafte wegkonnten, erspar ich mir an dieser Stelle.

El Calafate hat eine einzige weitere Attraktion neben dem Gletscher. Das Calafate Eis von Ovejita. Neben der Tatsache das ein Fruchteis das gleichzeitig Name einer Stadt ist meinen Facebookstatus ad absurdum führt, ist es wirklich köstlich.
Am ersten Foto sieht es so aus als würden wir Flora zum Eiskonsum zwingen, das ist aber nicht wahr. Sie wird sehr ungehalten wenn wir nicht teilen. Dafür steckt sie uns auch einmal gerne einen Löffel mit Eis in den Mund, meistens kriegt sie aber nicht viel drauf.

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