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We are trapped in front of a cafe in mar del plata. It rains like hell. with us are 50 other people waiting for the thunderstorm to stop. our bus to bahia blanca leaves in 3 hours i hope we make it.

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Wir haben einigermaßen gut geschlafen und Flora anscheinend sehr gut. Leider sind wir schon um 7:30 aufgewacht was eine volle Stunde vor dem Öffnen des Shops ist. Wir haben uns wässrigen Mate gemacht und altes Brot gegessen.
Nachdem der Shop geöffnet hatte haben wir uns medialunes gekauft und sind zum Zelt zurückgegangen. Unsere Nachbarn haben auch gerade Frühstück hergerichtet und uns eingeladen mit ihnen zu essen. Die Familie hat zwei Burschen so 8 und 13 und sie haben uns schon gestern Abend mit ihrem Gesang erfreut. Sie sind nämlich Mitglieder einer Chorgruppe und der ältere Bub singt wirklich fantastisch. Cesar und Lilianna sind aus Entre Rios, was nördlich von Buenos Aires liegt. Sie haben uns gezeigt wie man wirklich Mate macht und mir auch erklärt warum mir die Aussprache hier so komisch vorkommt. Die Argentinier sagen zu den Lauten y und ll nähmlich sch statt j.
Also zu Huhn 'poscho' was sehr komisch für mich ist. Aber gut ich werd mich dran gewöhnen.
Im spanischen gibt es ein schönes Wort für Mamakind. Flo ist jetzt unsere mamenga.

Flo ist wieder eingeschlafen und wir haben unsere Sachen zum nach Mar de las Pampas fahren hergerichtet. Auf einmal kommt eine kleine Horde Mädchen aus dem Gebüsch und klärt uns auf, dass wir ihren Tisch haben. Nachdem sie Flora aber furchtbar süß gefunden haben, haben sie uns erlaubt ihn zu verwenden. Eine hat gefragt ob Flora eine Nena oder ein Nene ist und ist dann furchtbar ausgelacht worden weil Flo nackig war.

In Mar de las Pampas sind wir gerade bei La Abuela Empanadas essen. Wir haben uns von der gestrigen Enttäuschung nicht abhalten lassen und haben es wieder versucht. Diesmal waren sie gar köstlich, besonders Carne Suave und Atun, nur falls mal wer herkommt und sich fragt welche man probieren soll. Hier können wir auch endlich unsere Elektronik aufladen, am Campingplatz sind wir zu weit vom Strom weg und das Verlängerungskabel das Cesar uns geborgt hätte ist leider hin gewesen. Man muss nur mit den vielen Pinien hier aufpassen, Karin hat gesagt das so ein Riesenbockerl 30 Centimeter neben Flora eingeschlagen hat. Wird also so 3 Meter gewesen sein.

Apropos Camping Equipment. Das beste was ich gekauft habe ist der Stuffbag von Expedition, davon brauchen wir nächstes Mal mehr. Die Hängematte nicht mitzunehmen war auch eher blöd. Hier tut mir das sehr leid.

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Die Nacht war erstmal anstrengend weil unser Schlafarrangement wegen des Gelsenstresses nicht ideal war. Wir sind oft aufgewacht und ich hab mir in der Nacht überlegt ob wir das Zelt nicht einfach in den nächsten Mistkübel schmeissen. In der Früh war Flo aber super gelaunt und hat das alles sehr spannend gefunden. Wir geben dieser Campingsache also schon noch mehr Zeit. Es sind auch hunderte Kinder am Campingplatz so dass Flora immer was zu schauen hat.

Wir sind dann nach Mar de las Pampas gefahren um Geld abzuheben. Dort haben wir erst einmal im Havanna einen Kaffee getrunken. In diesem Luxusbadeort ist uns aufgefallen wie spektakulär ineffizient die argentinische Gastronomie oft ist. Während wir seit 20 Minuten auf unseren Kaffee warten und andere Gäste ungeduldig aufs Zahlen sind gerade 3 der 4 Angestellten mit dem verrücken von Schirmen beschäftigt. Wobei eine schiebt und die anderen zuschauen. Dafür haben sie Wifi gehabt was uns erst ermöglicht hat etwas zu posten. Ausserdem konnte Karin dadurch eine Stunden facebooken während ich mit Flo am Spielplatz war. Ok vielleicht war es auch nur eine halbe Stunde.
Zurück am Campingplatz sind wir auf den Strand. Dort hab ich einmal eine Sandburg gebaut. Flora hat leider noch immer echt Angst vor dem Wasser. Es ist auch unvorstellbar wo man überall Sand haben kann bevor man Flo nicht am Strand gesehen hat. Alles in allem, ist es zwar wirklich schön hier aber wir werden morgen wieder fahren weil Flora es nicht so schätzt. Sie mag Wiesen und Bäume lieber.

Als wir wieder zurück zum Zelt gekommen sind war unser Tisch den wir gefunden haben und unsere Kluppen verschwunden. Wir haben uns gleich gedacht das da Kinder am Werk waren aber ein bischen misteriös war es doch. Ich hab den Tisch dann dort wiedergefunden wo ich ihn ursprünglich gestohlen habe und unsere Kluppen sind dort auch auf einer Schnur gehangen. Das hat uns gleich noch weniger das warm fuzzy feeling gegeben irgendwas im Zelt zu lassen.

Am Abend ist Flo sofort auf einem Handtuch vor dem Zelt eingepennt und Karin hat furchtbar Hunger gehabt. Nur macht das Restaurant erst um acht auf. Und wenn die Argentinier acht sagen meinen sie eher halb neun. Das ist überhaupt so eine Eigenheit. Nirgendwo stehen Öffnungszeiten. An einem einzigen Lokal hab ich sie bis jetzt gesehen und dort stand nur 'ochos a cerrar', was aber wahrscheinlich reicht weil solange wer dort säuft ist es sicher offen.

Die Empanadas des Campingplatzrestaurants waren leider relativ widerlich. Also sind wir mehr hungrig als satt schlafen gegangen.

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Haben in der Früh zusammengepackt und sind nochmal in die El Bar del Gallego frühstücken gegangen. Dann sind wir zum Retiro gefahren. Weil Flo im Bus auf Karins Arm eingeschlafen ist hab ich das ganze Gepäck getragen und ich muss sagen, das hat sich ganz schön angehängt.
Wir haben nicht SemiCama (also halb bett) sondern adelante Sitze bestellt und sind angenehm überascht worden, als wir draufgekommen sind, dass das die Panormasitze vorne im ersten Stock sind. Rückblickend gesehen war das nicht so überaschend weil adelante ja vorne heißt.

Die Sitze waren sehr bequem und die Reise war abgesehen von der südamerikanischen Indifferenz gegenüber Lärm sehr angenehm. Über unserm Kopf war der Lautsprecher eines Fernsehers der Fluch der Karibik gespielt hat und neben uns hat sich irgendwann ein recht laut telefonierender Brasilianer niedergelassen. Am Busbahnhof von Villa Gesell angekommen haben wir einen Collectivo nach Mar Azul genommen. Der Erste ist uns vor der Nase davon gefahren aber zum Glück fahren sie alle 15 Minuten.
Die Endstation war bei einem Campingplatz und wir haben den einfach genommen. Gar nicht so billig, kostet etwa 20EUR pro Tag, aber immer noch besser als Kroatien. Dafür ist der Campingplatz großzügig. Wir sehen nichtmal die Nachbarn. Strom gibts auch dazu und Shop und Klo sind recht nah. Das Meer ist 5 Minuten entfernt davon aber 2 am Strand, der ist nämlich hunderte Meter breit. Wir sind auch gleich runtergegangen und die Argentinier haben sich gerade auf den Weg nach Hause gemacht, was bei vielen heißt dass sie einfach in die Jeeps gestiegen sind, die am Strand geparkt sind. Der Atlantik ist recht kalt und Flora hat schrecklich Angst gekriegt als ihr die Strömung den Sand unter den Füßen weggezogen hat. Das müssen wir ihr irgendwie noch besser erklären.

Als wir zum Zelt zurückgekommen sind haben uns tausende Moskitos erwartet. Wir haben panisch unser Gewand gesucht und sind ins Restaurant gegangen. Nur Flora war irgendwie unberührt vielleicht hat sie einfach keines gestochen. Mich und Karin aber dutzende. Nach dem Essen haben wir uns Moskitospray gekauft, der wirklich gut funktioniert. Die anderen Leute am Campingplatz haben uns versichert, dass die Moskitos nur heute so schlimm sind und die letzte Woche keine waren. Ich hoffe sie verrecken alle recht schnell.

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Jetzt ist Flora endlich wieder normal. Im Bus brabbelt sie vor sich hin, quietscht fremde Leute an und bringt sie zum Lachen. Sie steht auch immer mehr frei und an einer Hand rennt sie oft los, dass man ihr kaum nachkommt.In unserem Barrio haben am Sonntag leider alle Bars zu, also sind wir gleich nach San Telmo gefahren. Dort war es echt nicht so super. Ein gewöhnlicher Touristenflomarkt und heute unglaublich heiß. Wir haben ein paar Empanadas und Tacos gegessen und sind dann in den nächsten Park abgehaut. Dort hat Flora ein Semmerl komplett zerlegt und dann mit Karin Eis gegessen. Danach waren beide komplett zugepickt aber was solls wofür hat man Feuchttücher mit. (Keine Angst nur mit Wasser, wir sind nicht zu Chemiewischern mutiert)
In dem Park haben auch zwei Familien gewohnt. Das ist schon komisch wenn neben dir jemand liegt dessen gesamtes Hab und Gut in ein paar Plastiksackerl passt. Im Gegensatz zu Wien leben hier auch viele Kinder auf der Strasse. Gleich neben uns sind ein Mann mit einer vielleicht 8 jährigen Tochter und einem 5 jährigen Buben gelegen. Der Mann hat geschlafen und die Kinder haben mit Zeitschriften gespielt. Erst als sie ein weiters Sackerl aufgemacht haben in dem Zeitungen drinnen waren ist mir klar geworden, das sie Altpapier sammeln um es dann zu verkaufen. Der Bub ist irgendwann eingeschlafen und das Mädchen hat die Tauben gefüttert und wenn sie alle da waren hat sie sie weggejagt. Das hat Flora sehr gefallen. Als der Bub wieder aufgewacht ist war seine Schwester gerade weg und er hat kurz sehr verzweifelt geweint. Die Armut wirkt hier ganz anders auf mich als die in Indien.
Dort war die gesamte Gesellschaft so anders, dass die Armen einfach wie eine Ausprägung dieser Fremde gewirkt haben, aber ich hätte mir genauso wenig vorstellen können ein reicher Inder zu sein, weil es schon komisch war einfach die Strasse hinunterzugehen. Hier kommen mir die Leute aber ganz normal vor. Wenn sie nicht so schnell in so einem schrecklich schwer zu verstehenden Dialekt sprechen würden könnte ich einfach mit ihnen reden. Manche sind halt einfach wirklich arm und ich weiss nicht ob sich das für sie realistischer Weise ändern kann. Vielleicht kann ich gut genug Spanisch lernen damit ich einmal mit jemanden über so etwas kompliziertes reden kann aber im Moment wirkt mir das nicht so.
Ich hab mir heute von Wikibooks ein Spanischlehrbuch runtergeladen vielleicht stopft das ein paar meine Lücken. Als wir später nochmal im Il Ballo di Mattone waren, hab ich mich schon ganz gut unterhalten können und einer der Kellner hat gesagt er schickt uns ein Email falls er was hört von jemanden der im April ein Apartment vermietet.
Alternativ hat er uns empfohlen einfach auf Craigslist zu suchen. Flora hat ihnen dann noch schnell auf die Mauer gepinkelt weil von den ganzen Unterhosen leider nur eine gut mit den Einlagen harmoniert. Bei den anderen fetzt es einfach seitlich raus. Wir sind aber zum Glück im Schanigarten gesessen, haben die Mauer mit Servietten abgewischt und in der Hitze war sie gleich trocken. Das Lackerl am Boden könnte genauso gut von einem der vielen Hunde stammen die es hier gibt. Wer würde schon glauben, dass das die Flo war.

Ich hab dann noch versucht zu Geld bei dem Bankomaten abzuheben wo ich schon mal war. Nur leider sperren die Argentinier das Foyer am Sonntag zu. Man kann zwar seine Karte durchziehen und es das Schnapperl vibriert aber die Tür ist noch extra gesperrt.

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Waren eigentlich nur Bustickets kaufen. Sind vorher 3 Stunden im Park vor Retiro abgehangen und Flo hat die Vögel gefüttert. Bei Rückweg vom Busterminal hab ich mir böse den großen Zeh angehaut. Hab zuerst gedacht ich muss weinen, hab mich aber doch zurückhalten können. Hab sofort eine Blaumeise bekommen was für Karin sehr interessant war. Sie hat sowas noch niemals zuvor gesehen, die Glückliche.Ich bin dann weitergehumpelt und wir haben im Starbucks so Frappucinos getrunken. Als ich gerade drinnen war ist Karin draussen von einer Frau mit einer wunderschönen kleinen Tochter belagert worden. Sie hat ihr versprochen ihr was zu essen zu kaufen. Ich hab ihr dann aber 50 Pesos gegeben weil ich mir gedacht habe, wenn sie da beim Starbucks Essen kaufen ist das wirklich verschwendet. Da kostet ein Muffin 20 Pesos. Da bekommt man schon 2 Kilo Rindfleisch dafür.

Gleich bei dem Park haben sie einen Dreh vorbereitet. Besonders lustig war, dass sie die Gehsteigkanten noch schnell nachgestrichen haben, damit die Stadt nicht so wie in Wirklichkeit aussieht.

Auf der Florida haben wir dann unsere erste Touristentangoshow gesehen. War nicht so beeindruckend aber die Frau mit dem Hut war schon ganz gut. Am lustigsten war, dass wir zwei Österreicher die wir schon am Friedhof von Recoleta getroffen haben, dort wiedergesehen haben. Ist also doch eine kleine Stadt.

On friday we didn't go anywhere. We slept a lot, swam a little in our pool and ate some. Some of us crawled around on the floor a lot.

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Heute sind wir in unserem Barrio geblieben damit Flo sich etwas ausruhen kann. Wir sind so um 8 aufgestanden sie hat eine Banane gegessen und ist gleich wieder eingeschlafen. Um 12 sind wir dann Mittagessen gegangen was wirklich allerhöchste Zeit war, weil ich noch nichts gegessen hatte. Wir haben willkürliche Dinge von der Karte bestellt die dann wirklich dubios waren. Meines war irgendein Schweineteil das gross wie ein Teller war und eine fettige Haut hatte. Das Fleisch war aber recht gut. Karin hatte ein paniertes Hendlviertel mit Zwiebeln und Käse drauf. Wir sind beide übereingekommen dass wir das nichtmehr bestellen.

Danach waren wir am Pool aber Flo wars zu kalt und Karin durfte auch nicht rein weil sie nicht draussen bleiben wollte. Wir haben dann alle nochmal geschlafen und sind dann nochmals zum Pool wo Karin endlich reinkonnte. Flo war super happy ihr zuzusehen wie sie im Wasser planscht. Generell war sie heute sehr fröhlich. Das viele schlafen war scheinbar nötig um sie wieder ein bisschen zu erden.

Später waren wir noch einkaufen. Zuerst haben wir Geld gebraucht und zwei nette Businessmen haben uns auf die Avenida Cordoba geschickt wo eine Bank ist. Wir müssen also doch nicht in die Stadt zum Geld abheben.
Wir haben es endlich in das einzige Restaurant geschafft das Illy Kaffee serviert. Das Il Ballo de Matteo ist so hip das man sich schon fast nicht reintraut aber dann doch so zusammengeschustert dass wir uns wohlgefühlt haben.Der Kaffee wäre in Italien grad als Lungo durchgegangen war aber für hiesige Verhältnisse spitze. Die Kellnerin hat Flora auch einige Amarettini gebracht die wir ihr alle weggegessen haben weil sie wirklich köstlich waren und Flo sie ohnehin nur auf den Boden geworfen hat.
Das Restaurant hat seine eigenen Graffitis, einen eigene Radiosignation und spielt zwischendurch immer wieder Werbungen für das Lokal ein. Sie haben auch eine Artgallery im ersten Stock und Gegenstand mancher Graffitis ist eine Gruppe von Gnocchikriegern oder so. Ich habe jedenfalls fix beschlossen dort einmal Gnocchi essen zu gehen.

Posterous theme by Cory Watilo