Ich hab aus irgendeinem Grund kein Taxi bestellt und bin 10 Minuten vor wir fahren wollten raus und hab eines gesucht. Der Taxistand am Eck war leer, also bin ich hinunter zur San Martin, der Hauptstraße fast jeder argentinischen Stadt. Am Weg dorthin war kein einziges Taxi und ausser einem Polizeiauto gar kein Verkehr. Es war also 8:30 an einem Wochentag, seit 2 Stunden hell und kein Mensch auf der Straße. Nach wildem fluchen und herumrennen seh ich auf der ebengenannten San Martin ein Taxi. Ich renn darauf zu und zu meinem Glück bleibt es auch stehen und lässt den Fahrgast raus.
Am Flughafen angekommen müssen wir aber gleich einmal ordentlich warten weil eine Stunde vor dem Abflug ist noch kein Checkin offen hat. (Karin schreibt) Macht aber nix Flo hatte ihren Spaß. Also wir endlich eingcheckt sind, ist es auf unserem Gate (der Flughafen hat 2) noch dunkel. Wir warten also bei unserem Gate. Draußen stehen zwei schöne neue Flugzeuge, aber leider nicht von unserer Fluggesellschaft. Flo und ich spazieren gemütlich rum und kommen eher zufällig zum anderen Gate. Da stehen zwei Männer und einer ruft (ohne Lautsprecher) unseren FLug auf. Wir hasten hin, das wird uns gesagt wir müssten für Flo noch irgendeine Gebühr bezahlen. Entnervt fragt Roman wo er da hin muss, da erbarmt sich der MAnn und sagt er erledigt das für uns. Als wir dann zum Flugzeug gehen wird mir ein bisserl schwummrig. Da steht sie. Eine winzige Propellermaschine. Schon beim einsteigen ist mir ein bisschen flau im Magen. Ich bereue schon gestern geschrieben zu haben ich freue mich auf den Flug. Aber was solls da muss ich jetst durch. Der Start verlief echt ohne Probleme. Ich war auch relativ entspannt dafür wie kurz die ins Meer endende Startbahn so ist. Als wir dann das estmal landeten, war ich schon nicht mehr so relaxt. So eine kleine Maschiene wackelt ganz anders als eine Große. Ach ja, hab ich schon gesagt das unser Flugzeug ein echter Air-Bus war? Dieses Flugzeug fliegt nicht von A nach B. Nein, es hat "Haltestellen". Beim zweiten Start war auch wieder alles gut, bis wir in ein Luftloch fielen. Davon konnt ich mich irgendwie die ganze Zeit nicht recht erholen.(Roman schreibt wieder) Der Anflug auf El Calafate war spektakulär. Der türkise See hat von weitem geblitzt und der Rio Gallegos hat sich in endlosen Mäandern den Weg zum Meer gebahnt. In der Ferne konnte man die Vorhügel der Anden und dann die eisbedeckten Gipfel sehen.
Karin hat das alles mit keinem Blick gewürdigt, sie war damit beschäftigt sich nicht zu übergeben. Das hat sie auch geschafft aber am Flughafen war sie dann schon sehr übel drauf.Im Hostel haben wir sofort eine Runde schlafen müssen.
Wieder auf fanden wir raus, das in Calafate nicht gerade viel abgeht. Der Aufenthaltsraum im Hostal Buenos Aires war nett, vor allem wegen der vielen anderen Backpacker die hier waren. Das und die persönliche Hilfe von Carlos dem Chef waren aber auch schon die Highlights.
Nachteile sind bei privatem Bad die Tatsache, das auch bei bemühtem Duschen das selbe zu dreiviertel Naß wird, die millimeterdünnen Zwischenwände, der Klangkörper namens Geschoßdecke und wenn man im Dorm wohn, dass es nur zwei Badezimmer gibt die zugleich auch die Klos sind.
Von Kleinigekeiten wie, dass Kalt und Warmwasser vertauscht sind, oder das die Frühstücksbutter eine widerliche Magarine ist nicht zu sprechen. Karin ist auch überzeugt das es im Bett Flöhe gibt, was aber ich und Flo nicht bestätigen können. Ich glaub eher hyperallergenen Weichspüler.
