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Heute haben wir Trelew wieder verlassen, das uns außer schnellem Internet nicht viel geboten hat. Das Hotel ist eine Beschreibung wert. Fotos gibts leider keine weil wir schon um 10h auschecken mussten und gestern nicht mehr daran gedacht haben. Die Lobby war schon mal vom feinsten mit alten Computerdrehsesseln ausgestattet, war aber irgendwie trotzdem ganz gemütlich. Die Zimmer haben alle Fenster auf einen Gang gehabt der seinerseits Fenster in einen Innenhof hatte. Im Zimmer war am prominentesten ein Deckenventilator mit 4 Lampen in Tulpenglasfassungen, von denen nur 3 befüllt waren. Dieser hat so gewackelt das Karin überzeugt davon war das wir im Schlaf die Beine einbüßen würden. Die Bettwäsche war grün und lila und hat immerhin nicht nur alt sondern auch oft gewaschen ausgesehen. Bis einen Meter gab es eine helle Holztäfelung und darüber eine 50 Centimeter hohe Blumentapetenbordüre. Das eigentliche Highlight war aber das Bad. Italienische Dusch-Klo Kombi bei der die Badezimmertüre auch als Duschtüre fungierte. Die schliesst aber nicht komplett. Die Wasserleitungen wurden neu verlegt was man auch an den neuen hellweißen Fliesen um die Hähne sieht. Allerdings über Putz und zwar in einem Kabelkanal. Wie in einem Büro, nur halt für Wasserleitungen. Die Blenden mit Silikon abgedichtet und geht schon.
Das Bad hat auch ein interessantes kleines Fenster gehabt das immer offen stand aber dafür nur 5 cm bis zur nächsten Hausmauer Platz hatte.
Der Bus nach Gaiman ist 15 Minuten eher gefahren als wir geglaubt haben, war uns aber eh recht. Dort war es leider wieder unendlich heiß. Nach einem netten Picnic im Stadtpark neben einem englisch aussehenden Kanal, also von Menschenhand gezogenem Wasserlauf nicht Kackrohr, haben wir versucht das historische Zentrum zu finden. Im Großen und Ganzen hat es dort nämlich eher argentinisch ausgesehen. Karin wollte schon W.O. geben als ich neben der Touristeninfo den alten Eisenbahntunnel gefunden habe. In dem war es wirklich angenehm kühl, leider hatte Flo zuerst Angst weil es kein Licht gab und nach 100 Meter war es dann wirklich stockfinster. Im Buzzidil hat sie sich beruhigt und beschlossen das es hier in der kühlen Finsternis gar kein schlechter Ort zu schlafen wäre. Karin hat dann auch noch Angst bekommen aber die iPhone Taschenlampe hat den Tag gerettet. Ich hab das alles nicht verstanden weil der Tunnel war der einzige Ort wo man nicht in wenigen Stunden zu Tode dehydrieren würde wenn man nicht mehr weiterkönnte.

Wir sind dann einfach zurückgefahren und haben uns vor den Busterminal in den großen Park gelegt. Als es wieder nach Gewitter aussah sind wir dann rein in den Terminal und ich hab mit einem Taxi das Gepäck geholt. Als ich zurückgekommen bin hat Flo mit einem Mädchen gespielt, das eine Katze gespielt hat. So ein Gück. Wenn Flo nicht wo einen Hund findet der ein Kind spielt das eine Katze spielt, ist dass das coolst was man sich vorstellen kann.
Sie ist dem Mädchen freihändig nachgelaufen und war zu einem Zeitpunkt sicher 10 Meter weit weg von unserem Platz. Jetzt wird sie echt groß die Maus.

Der Bus hat nur 3 Sitze pro Reihe oder soll ich sagen Spalten, wodurch man echt gut liegen kann. Sogar Flo liegt nicht auf Karin sondern neben ihr auf dem Sitz. Grade haben wir Polster bekommen. Leider können wir das nur bis 2:55 genießen, dann müssen wir umsteigen. Tickets haben wir auch noch keine. Gute Nacht.

Posterous theme by Cory Watilo