Wed

Plascha

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Die Nacht war erstmal anstrengend weil unser Schlafarrangement wegen des Gelsenstresses nicht ideal war. Wir sind oft aufgewacht und ich hab mir in der Nacht überlegt ob wir das Zelt nicht einfach in den nächsten Mistkübel schmeissen. In der Früh war Flo aber super gelaunt und hat das alles sehr spannend gefunden. Wir geben dieser Campingsache also schon noch mehr Zeit. Es sind auch hunderte Kinder am Campingplatz so dass Flora immer was zu schauen hat.

Wir sind dann nach Mar de las Pampas gefahren um Geld abzuheben. Dort haben wir erst einmal im Havanna einen Kaffee getrunken. In diesem Luxusbadeort ist uns aufgefallen wie spektakulär ineffizient die argentinische Gastronomie oft ist. Während wir seit 20 Minuten auf unseren Kaffee warten und andere Gäste ungeduldig aufs Zahlen sind gerade 3 der 4 Angestellten mit dem verrücken von Schirmen beschäftigt. Wobei eine schiebt und die anderen zuschauen. Dafür haben sie Wifi gehabt was uns erst ermöglicht hat etwas zu posten. Ausserdem konnte Karin dadurch eine Stunden facebooken während ich mit Flo am Spielplatz war. Ok vielleicht war es auch nur eine halbe Stunde.
Zurück am Campingplatz sind wir auf den Strand. Dort hab ich einmal eine Sandburg gebaut. Flora hat leider noch immer echt Angst vor dem Wasser. Es ist auch unvorstellbar wo man überall Sand haben kann bevor man Flo nicht am Strand gesehen hat. Alles in allem, ist es zwar wirklich schön hier aber wir werden morgen wieder fahren weil Flora es nicht so schätzt. Sie mag Wiesen und Bäume lieber.

Als wir wieder zurück zum Zelt gekommen sind war unser Tisch den wir gefunden haben und unsere Kluppen verschwunden. Wir haben uns gleich gedacht das da Kinder am Werk waren aber ein bischen misteriös war es doch. Ich hab den Tisch dann dort wiedergefunden wo ich ihn ursprünglich gestohlen habe und unsere Kluppen sind dort auch auf einer Schnur gehangen. Das hat uns gleich noch weniger das warm fuzzy feeling gegeben irgendwas im Zelt zu lassen.

Am Abend ist Flo sofort auf einem Handtuch vor dem Zelt eingepennt und Karin hat furchtbar Hunger gehabt. Nur macht das Restaurant erst um acht auf. Und wenn die Argentinier acht sagen meinen sie eher halb neun. Das ist überhaupt so eine Eigenheit. Nirgendwo stehen Öffnungszeiten. An einem einzigen Lokal hab ich sie bis jetzt gesehen und dort stand nur 'ochos a cerrar', was aber wahrscheinlich reicht weil solange wer dort säuft ist es sicher offen.

Die Empanadas des Campingplatzrestaurants waren leider relativ widerlich. Also sind wir mehr hungrig als satt schlafen gegangen.

Posterous theme by Cory Watilo